• Sebastian Fiechter

Phänomene ineffektiver Teams

Aktualisiert: 2. Mai


Kennen Sie das? Irgendwie hapert es dem Team an Drive, z.B. werden nicht alle User-Stories aufs Sprint-Ende umgesetzt oder auf dem KanBan-Board stapeln sich die MMFs in der “To-Deploy”-Spalte. Und dann hat das Ganze auch noch keine Konsequenzen für die Mitarbeitenden: “Wenn wir wieder mal nicht liefern, interessiert das sowieso keinen.” Sind Sie Teil einer solchen Gruppe von Menschen oder gar deren Führungsperson und möchten Sie Ihre Situation ändern? Bevor wir im nächsten Blog-Beitrag zu Lösungsansätzen kommen, erklären wir die ganz grundlegenden Team-Phänomene und wie sich diese anfühlen.


Social Loafing (Soziales Faulenzen)

«Was wir tun ist sowieso sinnlos…»

Beim Social Loang (soziales Faulenzen) reduzieren die Mitarbeitenden ihre Anstrengungen für das Team, wenn durch niedrige Ziele die Aufgaben des Teams als nicht wichtig genug erlebt werden oder die individuellen Beiträge zur Gruppenleistung nicht identifizierbar sind.

Free Riding (Trittbrettfahren)

«Es spielt ja sowieso keine Rolle, was ICH mache…»

Free Riding (Trittbrettfahren) beschreibt eine Motivations- bzw. Leistungsreduktion, weil man annimmt, dass zwischen individueller Leistung und Gruppenerfolg kein Zusammenhang besteht. Man reitet auf der Leistung der anderen mit.




Sucker-Effekt (Trottel-Effekt)

«Ich bin der einzige, der etwas macht, also mache ich auch nichts mehr…»

Im Gegenzug erleben die übrigen

Teammitglieder den sogenannten Sucker-Effekt (engl. «Trottel-Effekt»), wobei sie aus Trotz ihre Leistung reduzieren, weil sie den Eindruck haben, von den anderen ausgenutzt zu werden.

Am Ende bleiben Aufgaben oft liegen, oder werden unzureichend gelöst.



Group Think

«Wir sind immer alle der gleichen Meinung. Und das braucht es auch, sonst schaffen wir es nicht!»

Der Group Think Effekt tritt auf, wenn;

  • sich alle zu gerne mögen und immer einer Meinung sind (homogene Gruppe).

  • neue Informationen/Daten nicht beachtet werden und damit alternative Lösungswege nicht evaluiert werden. Die Gruppe ist evtl. auch isoliert.

  • die Leitung der Gruppe direktiv und autoritär auftritt (Command & Control Prinzip).

  • die Gruppe zu viel ungesunden Stress hat.


Dabei entstehen Entscheidungsfehler, die im Nachhinein als völlig falsch und irrational zu bewerten sind.





Haben Sie Fragen oder Anregungen zum diesem Blog-Beitrag? Dürfen wir Sie unterstützen? Schreiben Sie uns auf hallo@zuara.ch oder rufen Sie uns an: 031 302 60 00. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!



Quellenangaben

  • Berg, T. (2010). Bedingungen der Effektivität von Gruppenarbeit, Untersuchung zur Güte eines Fragebogens. Shaker Verlag, Aachen 2010, Volume 290

  • Group Think Definition nach Irving L. Janis

  • Bilder: Google-Suche: Zur Wiederverwendung gekennzeichnet


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