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Gestalter für effektive Zusammenarbeit

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Nov 26, 2015 18:19, Sebastian Fiechter

Phänomene ineffektiver Teams

Kennen Sie das? Irgendwie happert es dem Team an Drive, z.B. werden nicht alle User-Stories aufs Sprint-Ende umgesetzt oder auf dem KanBan Board stapeln sich die MMFs in der "To-Deploy"-Spalte. Und dann hat das Ganze auch noch keine Konsequenzen für die Mitarbeitenden: "Wenn wir wieder mal nicht liefern, interessiert das sowieso keinen." Sind Sie Teil einer solchen Gruppe von Menschen oder gar deren Führungsperson und möchten Sie Ihre Situation ändern? Bevor wir im nächsten Blog-Beitrag zu Lösungsansätzen kommen, erklären wir die ganz grundlegenden Team-Phänomene und wie sich diese anfühlen.

Social Loafing (Soziales Faulenzen)

 

«Was wir tun ist sowieso sinnlos…»


Beim Social Loang (soziales Faulenzen) reduzieren die Mitarbeitenden ihre Anstrengungen für das Team, wenn durch niedrige Ziele die Aufgaben des Teams als nicht wichtig genug erlebt werden oder die individuellen Beiträge zur Gruppenleistung nicht identifizierbar sind.

Free Riding (Trittbrettfahren)

 

«Es spielt ja sowieso keine Rolle, was ICH mache…»

 

Free Riding (Trittbrettfahren) beschreibt eine Motivations- bzw. Leistungsreduktion, weil man annimmt, dass zwischen individueller Leistung und Gruppenerfolg kein Zusammenhang besteht. Man reitet auf der Leistung der anderen mit.

Sucker-Effekt (Trottel-Effekt)

 

«Ich bin der einzige, der etwas macht, also mache ich auch nichts mehr…»

 

Der Sucker Effect (Trotteleffekt) ist ein Motivatiosverlust in Gruppen, bei dem vermutet wird Teammitglieder zu haben, die die eigene Bereitschaft ausnutzen, einen Beitrag zu leisten. Folglich sinkt auch die eigene Anstrengungsbereitschaft.

Group Think

 

«Wir sind immer alle der gleichen Meinung. Und das braucht es auch, sonst schaffen wir es nicht!»

 

Der Group Think Effekt tritt auf, wenn

  • sich alle zu gerne mögen und immer einer Meinung sind (homogene Gruppe).
  • neue Informationen/Daten nicht beachtet werden und damit alternative Lösungswege nicht evaluiert werden. Die Gruppe ist evtl. auch isoliert.
  • die Leitung der Gruppe direktiv und autoritär auftritt (Command & Control Prinzip).
  • die Gruppe zu viel ungesunden Stress hat.

Dabei entstehen Entscheidungsfehler, die im Nachhinein als völlig falsch und irrational zu bewerten sind.

 

 

Quellen:

  • Berg, T. (2010). Bedingungen der Effektivität von Gruppenarbeit, Untersuchung zur Güte eines Fragebogens. Shaker Verlag, Aachen 2010, Volume 290
  • Group Think Definition nach Irving L. Janis
  • Bilder: Google-Suche: Zur Wiederverwendung gekennzeichnet

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